Was passiert mit der digitalen Identität nach dem Tod?

Geschrieben von Michael Bertrang

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Versand am Februar 27 2025

In der heutigen Zeit hinterlassen wir nicht nur materielle Erinnerungen, sondern auch eine digitale Identität: Social-Media-Profile, E-Mail-Konten, Cloud-Daten und digitale Abonnements. Doch was passiert mit all diesen Accounts, wenn jemand verstirbt? Wer hat Zugriff darauf? Und wie können Angehörige mit digitalen Erinnerungen umgehen?

In diesem Artikel erfährst du, wie du als Angehöriger digitale Spuren verwalten kannst und welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind.

1. Die digitale Identität – Was bleibt nach dem Tod?

Unsere digitale Präsenz besteht aus vielen verschiedenen Elementen, darunter:

📱 Social-Media-Profile (Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn etc.)


📧 E-Mail-Konten (Gmail, Outlook, GMX usw.)


☁️ Cloud-Speicher & Online-Services (Google Drive, Dropbox, Apple iCloud)


💳 Digitale Abonnements & Verträge (Netflix, Spotify, Amazon Prime, Zeitschriften-Abos)


💬 Messenger & Foren (WhatsApp, Telegram, Discord, Reddit)

 

Ohne klare Regelungen bleiben diese Daten oft über Jahre bestehen – manche Konten können zu Erinnerungsorten werden, andere sind schwer zugänglich.

 

2. Was Angehörige tun können, um digitale Profile zu verwalten

Wenn eine Person verstorben ist, stehen Angehörige oft vor der Frage: Was passiert mit ihren Online-Konten? Hier sind einige Schritte, die helfen können:

🔹 E-Mail-Zugang sichern: E-Mails sind oft der Schlüssel zu anderen Accounts. Falls Login-Daten bekannt sind, sollte das Postfach zuerst geprüft werden.


🔹 Social-Media-Konten verwalten: Viele Plattformen bieten Optionen zur Umwandlung in Gedenkseiten oder zur Löschung des Profils (z. B. Facebook, Instagram).


🔹 Online-Dienste kündigen: Streaming-Dienste, Cloud-Speicher und Abonnements sollten deaktiviert werden, um unnötige Kosten zu vermeiden.


🔹 Bank- & Zahlungsdienste prüfen: Digitale Zahlungsdienste wie PayPal oder Apple Pay können über das Testament oder den Erbschein geregelt werden.

💡 Tipp: Plattformen wie Facebook und Google bieten mittlerweile Vorsorgeoptionen an (z. B. „Nachlasskontakt“), die die Verwaltung erleichtern.

 

3. Erinnerungen bewahren – Was tun mit digitalen Spuren?

Nicht alles muss gelöscht werden – digitale Erinnerungen können wertvoll sein. Hier einige Ideen, wie Angehörige mit diesen Daten umgehen können:

📸 Fotos & Videos sichern: Wichtige Bilder aus Cloud-Diensten oder Social-Media-Profilen herunterladen und als Erinnerung bewahren.


📜 Beiträge & Nachrichten archivieren: Besonders persönliche Texte oder Sprachnachrichten speichern.


🕯️ Gedenkseiten einrichten: Manche Hinterbliebene führen Social-Media-Profile weiter, um den Verstorbenen in Erinnerung zu behalten.


📦 Eine MEMENTOVIA-Gedenkbox gestalten: Digitale Erinnerungen können mit physischen Gegenständen kombiniert werden – etwa durch das Ausdrucken von kurzen Nachrichten oder das Sammeln von Symbolen, die an den Verstorbenen erinnern.

 

4. Vorsorge für die eigene digitale Identität

Damit Angehörige später nicht vor einem digitalen Chaos stehen, kann man selbst vorsorgen:

Passwörter & Zugangsdaten sichern: Eine Liste mit wichtigen Logins erstellen und bei einer vertrauenswürdigen Person hinterlegen.


Nachlasskontakte einrichten: Facebook, Google und Apple bieten Funktionen, mit denen Erben Zugriff auf Accounts erhalten.


Testament für digitale Daten verfassen: Wer soll welche Konten übernehmen oder löschen? Diese Wünsche lassen sich festhalten.

 

5. Digitale Spuren bewusst hinterlassen

Die digitale Identität endet nicht mit dem Tod – sie kann Erinnerungen bewahren oder zur Herausforderung für Angehörige werden. Wer rechtzeitig vorsorgt, erleichtert seinen Liebsten den Umgang mit Online-Konten und kann gezielt entscheiden, welche Spuren bleiben sollen.

💡 Hast du schon darüber nachgedacht, was mit deinen digitalen Daten passieren soll? Teile deine Gedanken mit uns. 💛

Ein letzter Abschied – einzigartig & würdevoll.

Eine Erinnerung - persönlich & liebevoll.  

Deine individuelle Beigabe- und Gedenkbox.